Samstag, 19. November 2016

Schmökerzeit mit Mona mini

Herbstzeit ist Schmökerzeit. Mit einem Buch auf der Couch vor dem Kamin lümmeln, eine schöne Tasse Tee und was feines zum Knabbern dazu: So stelle ich mir den perfekten Samstagnachmittag vor. Inzwischen hat auch unsere Maus ihre Liebe zum Lesen entdeckt. Zwar hakt es noch an mancher Stelle, aber wir werden wöchentlich besser. Bis die dicken Schwarten aus der Bibliothek dran sind, wird es aber noch ein wenig dauern. Im Moment wühlen wir uns durch eher leichte Lektüre - eben genau richtig für eine Leseanfängerin. Zum Glück hat unsere Bibliothek hier eine große Auswahl.

Gemütliche Kleidung ist für so einen Nachmittag absolut notwendig. Wer kann schon in Gedanken mit Einhörnern fliegen, auf dem Mond spazieren oder mit Dinosauriern um die Wette laufen, wenn die Hose kneift oder der Bund zwickt? Daher kam uns die neue Kinderhose Mona mini von Stefanie Kroth und So! Pattern wie gerufen. Einmal mehr durfte ich einen Schnitt von ihr testen und ich bin begeistert.

Sonntag, 25. September 2016

Spannendes Origami mit Stoff und Claire

Ich mag Schnitte, die ein bisschen aus dem Rahmen fallen, die das gewisse Extra haben und die trotz "großer Größe" meiner Figur schmeicheln. Eine O-Figur (oder einen sympathischen Kugelfisch, wie Guido es so schön auszudrücken pflegt) ansprechend zu verpacken, ist gar nicht so leicht. Umso dankbarer bin ich, wenn ich in den Tiefen des Internets schöne Schnitte finde, die genau in mein Beuteschema passen. Zum Glück gibt es da den ein oder anderen, dessen Schnitte meinen Wünschen und Vorstellungen nahe kommen. Dazu zählen für mich auf jeden Fall Stefanie Kroth und ihre Schnitte, die sie unter ihrem Label SO! Schnittmuster vertreibt. Also habe ich direkt laut "Hier" gerufen, als sie zum Probenähen für ihr neues Projekt Claire aufgerufen hat.

Donnerstag, 28. Juli 2016

Auf ein Neues mit Connie Crawford: Butterick B6359

Einmal mehr darf ich für mein bevorzugtes Forum www.hobbyschneiderin24.net einen neuen Schnitt auf Herz und Nieren prüfen. Seit gut einem Jahr stellen Aktive des Forums sich der Herausforderung, aktuelle Schnitte aus den Kollektionen von Butterick, Vogue, McCalls und KwikSew nachzunähen und vorzustellen. Der Blick geht hier unter anderem auf die gute Umsetzbarkeit der Schnitte, auf die Anleitungen und die vielen kleinen Details, die einem Hobbyschneider vielleicht auffallen, wenn er sich intensiv mit dem Schnitt befasst. Bislang kamen hier durchweg gute Ergebnisse zustande.

Aus der neuen Sommerkollektion von Butterick hatte ich mir den Schnitt B6359 ausgesucht und mich sehr gefreut, dass ich den Zuschlag für diese Kollektion bekommen habe. Das Kleid fällt duch seine asymmetrische Schnittgestaltung und die Wickeloptik ins Auge. Das waren auch die Punkte, die für mich den Ausschlag gaben, mich intensiv mit diesem Schnitt zu befassen. Und da gab es dieses Mal durchaus ein paar Überraschungen....

Samstag, 16. Juli 2016

Ein Ausflug in die Scheibenwelt

*Staub wegwisch*

Ist ein bisschen ruhig geworden hier. Bedingt durch berufliche Veränderungen kam ich im letzten halben Jahr allerdings nur wenig an die Nähmaschine. Trotzdem ist ein - wie ich finde - schönes Projekt für mich entstanden.

Ich habe einen ersten Ausflug in die bunte Welt des Cosplay gewagt. Inspiriert hat mich dazu ein von mir sehr geschätzter Schriftsteller: Terry Pratchett. Auf seiner Scheibenwelt wimmelt es nur so von herrlich schrägen Charakteren: Ich sage nur Tod, die Nachtwache und die Unsichtbare Universität. Aber "meine" Lieblingscharaktere sind in einem anderen Winkel dieser wundervollen Welt zu Hause: Die Hexen von Lancre. Hier hat es mir insbesondere Nanny Ogg angetan. Und da ich dieser auch von meiner Figur her eher näher stehe als Esme Wetterwachs, lag es auf der Hand, diesem Charakter zunächst einmal als Karnevalskostüm Leben einzuhauchen.

Es gibt einige Darstellungen von Nanny Ogg, die ich mir zur Inspiration etwas näher angesehen habe. Paul Kidby zeichnet Nanny stets mit einer Art Bauernbluse, außerdem scheint sie einen wadenlangen ausgestellten Rock zu tragen. Das führte mich schließlich zu der Idee, ein schlichtes Kleid mit Teilungsnähten und eine Bauernbluse als Basis für das Kostüm zu wählen. Da es beim Fliegen auf dem Besen stets kühl sein kann, dürfen natürlich ein Unterrock und lange, warme Unterhosen nicht fehlen. Zusätzlich sollte meine Nanny noch ein Cape bekommen. Also ging ich erst einmal Material beim Möbelschweden shoppen.


Schnitte für die Umsetzung waren relativ schnell in der Sammlung gefunden. Die lange Unterhose bastelte ich mir aus dem Grundschnitt der Hose nach kaidso onlinekurse. Die Hose ließ sich schnell nähen und bot ausreichend Platz für warmes Untendrunter.

Das Kleid sollte nach dem Kleid mit Prinzessteilung von Passt! Selberschneidern nach Maß enstehen. Diesen Schnitt habe ich für meine Tochter schon mehrfach genäht und für gut befunden. Für mich und meine Figur war dies der erste Versuch). Für das Cape nahm ich ebenfalls einen bewährten Schnitt von Passt!, den ich ebenfalls schon mehrfach für meine Tochter umgesetzt habe. Der Unterrock sollte ein einfacher Stufenrock mit gerüschten Stufen werden und ließ sich ohne Probleme ohne Schnittmuster umsetzen. Die Bauernbluse konstruierte ich selbst nach dieser Anleitung. Die passenden Schuhe standen schon im Schrank. Bei der ersten Anprobe fühlte ich mich schon recht wohl in der ganzen Montur.

Wie sich schließlich an den Karnevalstagen herausstellte, war es keine schlechte Idee, Wetterkapriolen Anfang Februar zu berücksichtigen. Vier Tage lang war das Kostüm zu vier Umzügen im Dauereinsatz und hat selbst Windböen, Sturmwarnungen und dem ein oder anderen Regenschauer getrotzt. Die Regenjacke, die hier auf dem Bild zu sehen ist, hätte ich eigentlich nicht gebraucht - die ging einen Tag lang nur zur Sicherheit mit.

Die vielen Stofflagen haben schön warm gehalten: durch Petticoat und Unterhose kam kaum eine Windböe durch. Platz für eine zusätzliche wärmende Schicht war auch noch ohne Einengen oder Abzeichnen. Das Fleececape war warm und mollig und lies sich sehr gut ohne Würgegefühl tragen. Lediglich der Hut hob ein paar Mal ab und wanderte zum Schluss in die Tasche. Auch die roten Schnürpumps blieben zu Hause: Meine roten Winterstiefel mit Lammfell-Futter waren bei dem unbeständigen Wetter die besseren Begleiter - und gefielen mir am Ende sogar noch besser, weil sie irgendwie "mehr" Nanny Ogg waren.

Was meint ihr?